Bastelecke: Scottoiler
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Der Scottoiler ist ein automatisches Kettenschmiersystem. Sobald der Motor läuft tropft eine genau einstellbare Menge des Spezialöls auf die Kette. Lästiges Kettenschmieren und reinigen entfällt. Die Kette ist wirklich immer gleichmäßig und ausreichend geschmiert. Der Verschleiß an Kette, Kettenblatt und Ritzel wird auf ein Minimum reduziert. Die Kette muß nur sehr selten gespannt werden. Ein voller Vorratsbehälter reicht für ca. 1.500-2.000 km. Das Öl ist so ausgelegt das es nach gewisser Zeit weggeschleudert wird - die Folge die Kette "paniert" auch auf staubigen Straßen und Wegen nicht ein. Wenn schon Kette - dann mit Scottoiler. Dann fällt auch ein fehlender Hauptständer nicht mehr so ins Gewicht. Einbau an: TDM850 | KLR600 | XBR500 | Alternativen zum Scotti | Selbstbauen | Allgemein Ein richtig eingestellter Scottoiler saut das Hinterrad nur minimal ein, und eine Füllung hält ca. 1.500km (+/- 300km). Sehr beruhigend für faule Naturen: der Schmodder auf der Felge geht auch nach einem Jahr noch problemlos wieder runter, einfach abwischen! Den Scottoiler an der KLR anzubringen ist recht einfach, links und rechts unter den Seitendeckeln ist genug Platz um den Vorratbehälter unterzubringen. Den Unterdruchanschluß findet man unter einer kleinen Haube am Vergaser, einfach den Anschluß draufschieben - fertig. Habe den Scottoiler gemäß der Anleitung mit den Originalteilen zusammen mit einen neuen Kettensatz montiert und konnte in den folgenden ~30.000km kaum Verschleiß feststellen. Bei der TDM einen idealen Platz zu finden ist ...
unmöglich ! Außer man montiert ihn fast waagrecht irgendwo in Heck.
Ich habe ihn rechts neben dem Federbein montiert, dazu ein Winkelblech mit der
Halterung der Hinterrad-Bremsanlage verbinden. Für den Weg zum
Kettenblatt, habe ich den Schlauch unter der Schwinge festgeklebt und mit
Kabelbinder gesichert. Achtung : diese Lösung kann Probleme bei Verwendung
von Montageständern, die unter die Schwinge greifen, bereiten. Eventuell
auf der Schwingeninnenseite entlangführen. Nun zum Hauptproblem : durch
die nähe zum Motor wird das Öl zu heiß und damit zu
dünnflüssig - es lauft dann geradezu durch. Abhilfe : Ein zweiter
'Durchflußbegrenzer', das kleine weiße Ding kurz vor der
Auslauföffnung, hilft meist weiter. Beim Scottoiler-Händler für
1.-DM oder so.![]() Achtung ! ab hier wird's heikel ! eigentlich kann man nichts kaputt machen, aber trotzdem "Auf eigene Gefahr !" Fließt immer noch zu viel Öl durch, kann man den Deckel (also das Teil daß man dreht um den Durchfluß einzustellen, min<->max) des Vorratsbehälters abnehmen und entweder leicht verdreht wieder aufsetzen, oder eine kleine Unterlagscheibe in das Loch des Vorratsbehälters legen. Den Erfolg dieser Aktion kann man sofort überprüfen indem an dem Unterdruckausgang (der zum Vergaser geht) saugt und beobachtet wie weit der grüne Kolben im inneren des Vorratsbehälters sich nach oben bewegt, ... mit Eding anzeichnen. Soll mehr Öl durch größerer Hub, für weniger entsprechend weniger. Natürlich bei diesen Tests von einer neutralen Grundeinstellung, zwischen min & max, ausgehen. Den Unterdruck bekommt man von den Schläuchen die nach dem Anheben des Tanks zu sehen sind - einfach das 'T'-Stück einfügen. Wer sich nicht sicher ist fragt lieber nochmal den Yamaha Händler. Für den Unterdruck muß man den Vergaserstutzen anbohren, das hört sich aber wilder an als es wirklich ist. In der (Scottoiler)-Anleitung steht alles drin. Arnim hat an seiner XBR den Vorratsbehälter am Rahmen ca. 10cm über dem Schwingenlager montiert. Daraus ergibt sich eine zu niedrige Fallhöhe zwischen Vorratsbehälter und Auslauf - zu wenig Öl erreicht die Kette. Abhilfe : den Durchflußbegrenzer entfernen (siehe TDM) oder/und den Vorratsbehälter manipulieren.(siehe TDM). muß auch Schatten sein ? O.K. der Preis ist mit ca. 230.-DM recht happig - dafür gibts JEDES Einzelteil zum Nachkaufen und 1 Jahr Garantie. Der halbe Liter kostet ca 15.-DM und hält für ca 15.000 - 20.000 km, bereits hier ist der Scottoiler deutlich billiger als Kettenspray. Zusammen mit deutlich reduziertem Verschleiß am Kettensatz ist der Scottoiler eine echte Empfehlung für Vielfahrer. Und für faule. 1.) Auf Psy's Mopped Page findest Du etliche kommerzielle Alternative, 2.) Bei Hein Gericke gibt es einen "Klon" der etwas billiger ist (~160.-DM oder so). 3.) CLS200: bietet einige weitere Vorteile wie etwa verschieden große Vorratsbehälter usw, 4.) Selbst ist der Mann (die simple Variante) |
Mit etwas handwerklichem Geschick sollte man aber in der Lage sein so ein Teil selbst zu bauen. ![]() Achtung : Habe diese Anleitung noch nicht getestet - sollte aber funktionieren. (Natürlich auf eigene Gefahr !)
Wie gesagt so müßte das klappen ... in der Theorie. |
| Vorschlag von Frank: Hallo ! Hier meine Variante des selbstgebauten Scottoiler, der zu 100% läuft: man nehme ganz einfach 2 Infusonsbestecke und fiemelt es so hin wie man es benötigt, unter der Sitzbank oder sonst wo ne 0,5l Flasche Öl, wo n Fahrradventil eingeschraubt ist, kein Blitzventil, da schiebt man dann das Gummi vom Schlauch rüber. 2 Bestecke deshalb, weil der eine Durchflußbegrenzer zur Mengenregulierung benötigt wird, der andere einfach nur aufgedreht wird, sobald man losfährt. Ich bin aber noch auf der Suche na nem 12V elektromagnetischem Ventil, weils halt bequemer ist! Ein Besteck kostete mich 2,40€, viel kann man da nicht verkehrt machen! Nu muß ich nur noch meine Kette mit nem ordentlichen Schutz versehn. Als Öl nehme ich Raps-Motorkettenöl, welches besonders gute Hafteigenschaften hat! Bin mal auf Dein Echo gespannt! Liebe Grüße aus Salzgitter, Frank |
| Vorschlag von Andreas: Hallo, die Einfachlösung ist fast zu kompliziert. Bei Pollin Elektronikrestpostenhändlern gibt es immerwieder kleine Magnetventile für unter 3 EUR. So ein Teil, Modellbautank und PVC-Schlauch sowie ein Messingröhrchen (Modellbau) und etwas Kabel reicht aus. Magnetventil so anschließen, dass bei Zündung ein es anzieht und Ölflußß freigibt. Zündung ein ohne laufenden Motor bzw fahrendes Motorrad gibt es praktisch nicht, der Unterdruckhahn kann so entfallen. Durchfluß einfach über zusammendrücken des Messingröhrchens einstellen, welches am Ende des PVC Schlauches direkt an der Schwinge montiert / eingesteckt wird und dann auf die Kette tropft. Einziger "Nachteil" der Lösung je nach Temperatur =Viskosität des Öls tropft es mal schneller mal langsamer, aber damit kann man leben oder macht noch zusätzlich eine "Sommerregelung" durch Schlauchklemme zum zuquetschen dran. An meiner kleinen "Kettenrassel" hält so die Kette jetzt im fast reinen Winter-Eis und Schneebetrieb mit Salzzulage dreimal länger als mit Kettenspray. MFG Andreas |


Allgemein
Bei der TDM einen idealen Platz zu finden ist ...
unmöglich ! Außer man montiert ihn fast waagrecht irgendwo in Heck.
Ich habe ihn rechts neben dem Federbein montiert, dazu ein Winkelblech mit der
Halterung der Hinterrad-Bremsanlage verbinden. Für den Weg zum
Kettenblatt, habe ich den Schlauch unter der Schwinge festgeklebt und mit
Kabelbinder gesichert. Achtung : diese Lösung kann Probleme bei Verwendung
von Montageständern, die unter die Schwinge greifen, bereiten. Eventuell
auf der Schwingeninnenseite entlangführen. Nun zum Hauptproblem : durch
die nähe zum Motor wird das Öl zu heiß und damit zu
dünnflüssig - es lauft dann geradezu durch. Abhilfe : Ein zweiter
'Durchflußbegrenzer', das kleine weiße Ding kurz vor der
Auslauföffnung, hilft meist weiter. Beim Scottoiler-Händler für
1.-DM oder so.
