Yamaha
XT600
Mit der Tenere von '83 trat Yamaha eine Endurowelle los, die bis heute über
alle Straßen und Wege schwappt. Die XT ist wahrscheinlich das Motorrad
mit der besten Ersatzteilversorgung in Afrika. Wer die XT im gesunden, also
dem mittleren Drehzahlbereich bewegt, sorgsames Warmfahren vorausgesetzt,
für den sollten 50.000 km kein Problem sein. Dann gibt allerdings meistens
das fünfte Zahnradpaar den Geist auf, ein Folge der Drehmomentschläge
des Singels. Die Seitenständersicherung ist Schmutz- und Nässeempfindlich
und nervt dann mit Zündaussetzern. Besonders gerne brechen die Tachowellen.
Die Federelemente sind zu weich ausgelegt, dürften aber bei noch betriebenen
Modellen sowieso bereits durch Austauschelemte ersetzt worden sein. Der
Vorteil der XT600 gegenüber der XT600Z (Tenere) liegt klar im niedrigeren
Gewicht und dem etwas niedrigerem Preisniveau. Die XT/TT600 (E)wird weiter
zwar hergestellt, krankt aber am zugestopfen/ kastrierten Motor der mit
modernen Konstruktionen nicht mehr mithalten kann. Die Lärm- bzw. Abgasvorschriften
machen luftgekühlte Motoren fast unmöglich, weil der dämpfende
Wassermantel fehlt. Die XTZ 750 kann ihrem Namen 'Super Tenere' nicht gerecht
werden - oder was ist das für eine Enduro bei der man den Kühler
abbauen muß um die Zündkerze zu wechseln, außerdem ist
der Twin einfach zu schwer - da ändert auch die Dakar-Dominanz nichts.
Die Produktion wurde mittlerweile wegen der vielen unzufriedenen Kunden
eingestellt. Die XTZ660 Tenere stellt schon eher eine Nachfolgerin dar (was
der geneigte Käufer am Namen erkennen kann), wenngleich die Bikes aus
Mattighofen mittlerweile das Erbe der Tenere angetreten haben.
Links
Die Ur-Tenere im
Test
Der Tenere
Club Rhein-Neckar
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